Wie Kunst bei der Persönlichkeitsentwicklung hilft

Kunst bewegt uns und ist in der Lage, Emotionen in uns zu wecken. Während viele Menschen sagen, sie könnten mit „Kunst nichts anfangen“, hat sie doch eigentlich die Fähigkeit, uns bei unserer Persönlichkeitsentwicklung zu helfen, denn Kunst spricht ganz verschiedene Wesenszüge an und ermöglicht es uns, neue Fähigkeiten zu entwickeln.

Achtsamkeit und Wirkung

Kunst hilft uns dabei, einen Gang runterzuschalten und selbst alltäglichste Gegenstände in einem anderen Licht wahrzunehmen. Man denke zum Beispiel an das Gemälde „Sonnenblumen“, das eigentlich bloß ein Alltagsmotiv darstellt, es aber dennoch schafft, Millionen Menschen auf der ganzen Welt in seinen Bann zu ziehen. Wenn du dich für Kunst interessierst, siehst du plötzlich die Schönheit alltäglicher Dinge. Du schulst deine Achtsamkeit und wirst dazu inspiriert, die Welt mit anderen Augen zu entdecken.

Gerade der Aspekt der Inspiration ist so wichtig: Im Mittelalter zum Beispiel wurden religiöse Symbole und Motive genutzt, um den Glauben an Gott zu unterstützen. Oder prunkvolle Herrschernachbildungen, die zeigten, welche Stellung die Könige und Königinnen in der Gesellschaft einnahmen. Kunst ist außerdem höchst politisch und sie ermöglicht es dir, dich mit deinem Weltbild auseinanderzusetzen.

Du denkst, du bist schon zu alt für Kunst und hast längst den Anschluss verpasst? Ganz gewiss nicht! Du kannst in jedem Alter mit Kunst anfangen. Natürlich hast du am Anfang Probleme, zeitgenössische Kunst zu verstehen, doch dein Auge wird schnell geschult sein. Bereits nach kurzer Zeit wirst du Kunstwerke in einem größeren Kontext, und auch unter Einbezug deiner eigenen Erfahrungen, wahrnehmen. Wer weiß, vielleicht bist du sogar so inspiriert, dass du deinen eigenen Kunstblog startest und regelmäßig über Verschiedenes berichtest? Du musst dich nur trauen, anzufangen, dann ist nichts unmöglich!

Große Galerien oder lieber abseits des Mainstreams?

Für welche Art von Kunst du dich entscheidest, hängt natürlich von deinen Vorlieben ab. Es ist empfehlenswert, einfach verschiedene Museen und Galerien zu besuchen, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Du musst dich auch nicht ärgern, wenn du zu bestimmten Kunstwerken keinen Zugang findest. Probiere es ein-, zwei-, vielleicht auch dreimal aus und wenn du dann immer noch feststellst, dass dir die Kunstwerke nicht zusagen, versuche dich an einem anderen Stil.

Du musst auch keine Angst vor falschen Interpretationen haben. Viel wichtiger ist es, sich einfach mit der Kunst auseinanderzusetzen und die Welt im Allgemeinen sowie dein eigenes Wesen zu reflektieren.

Kunsttherapie

Die Kunsttherapie ist ein gutes Beispiel dafür, welche Wirkung Kunst auf die Menschen haben kann. Jung und Alt können von diesem kreativ-therapeutischem Konzept profitieren, das die Persönlichkeitsentwicklung unterstützt.

Bei der Kunsttherapie geht es darum, alle Sinne anzusprechen. Es geht dabei auch um mentale und soziale Inhalte sowie Verhaltensmuster. Dein emotionales und körperliches Befinden wird in den Vordergrund gerückt und bewusst angesprochen. Es ist dabei außerdem gar nicht wichtig, dass am Ende ein tolles Kunstwerk geschaffen wird, vielmehr geht es darum, den kreativen Prozess zu erleben und die eigene Kreativität zu fördern.

Das Gute an Kunst ist außerdem, dass sie manchmal schwer zu verstehen ist und sich entsprechend nicht leicht beurteilen lässt. Was dir gefällt, findet dein Nachbar vielleicht komisch und gar nicht ansprechend. Dadurch gibt es viel Spielraum, nichts ist richtig, nichts ist falsch. Kunst fungiert als der Ansatz, und die Kreativität ist letztlich das Resultat.